ZDKI -Neue Technologien gezielt in die Praxis transferieren   

Um das Ziel einer hoch flexiblen, komplexen, arbeitsteiligen und geografisch verteilten Produktion zu realisieren, sind neue Wege der Vernetzung von Industrieanlagen notwendig. Mit Hilfe innovativer drahtloser Funktechnologien soll es ermöglicht werden, Industrieanlagen schnell und kostengünstig zu modernisieren. Die Einschränkungen heutiger kabelgebundener Installationen können so überwunden und die Effizienz und Flexibilität von Steuerungen und Regelungsprozessen gesteigert werden. Herr Dr. Norman Franchi aus der Begleitforschung (BZKI) sprach im Zusammenhang mit Technologietransfer mit der Bundeskanzlerin, Frau Dr. Angela Merkel in Berlin.
 

Durch zunehmend verteilte oder komplexe Industrieanlagen kommunizieren immer mehr Sensoren, Maschinen, Steuer- und Regeleinheiten etc. miteinander. Heutzutage werden moderne drahtgebundene Feldbussysteme zur Kommunikation eingesetzt. Um die neuen Anforderungen an Mobilität, Flexibilität und Wartbarkeit zu erfüllen, müssen zukünftige Funktechnologien möglichst eine vergleichbare Leistungsfähigkeit bei der Datenübertragung aufweisen. Im Fokus stehen daher neuartige Funktechnologien mit zwei unterschiedlichen Schwerpunkten. Auf der einen Seite muss die neuartige Funktechnologie den Anforderungen an Übertragungen im Regelungsumfeld (closed-loop control) genügen und dabei auf extrem geringe Latenzen bei gleichzeitig höchster Verfügbarkeit ausgelegt sein. Auf der anderen Seite müssen die Anforderungen für haptische Mensch-Maschine-Schnittstellen zur Fernsteuerung oder „Augmented Reality“-Anwendungen erfüllt werden, die auf hohe Datenraten bei extrem geringer Latenz angewiesen sind.
Der Forschungsschwerpunkt wird durch ein Begleitforschungsprojekt ergänzt. Dieses bearbeitet übergeordnete Fragestellungen zur drahtlosen Kommunikation in der Industrie in enger Zusammenarbeit mit den anderen Fördervorhaben. Dazu gehören vorbereitende Maßnahmen zur Normung und Standardisierung, die Abstimmung und Offenlegung von Schnittstellen und die Sicherstellung der Interoperabilität der einzelnen Lösungen.